Alle Informationen zu meinem Blogumzug zu WordPress

Beinahe zwei Monate ist es jetzt her, dass ich meinen Blog von Blogger auf meine selbstgehostete WordPress-Seite umgezogen habe. Vor diesem Schritt hatte ich lange Zeit sehr großen Respekt, aber schlussendlich war es gar nicht so schwer wie gedacht. Ein paar Informationen hätte ich vorher gern gewusst, daher schreibe ich mal meine Erfahrungen auf:

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Domain & Hoster

Hosting-Anbieter gibt es wie Sand am Meer, wobei ich allgemein wenig negative Erfahrungsberichte gefunden habe. Yay, hoffentlich eine Sache weniger, die schief laufen könnte. Einfach mal googlen und dann nach euren Wünschen, Bedürfnissen und Budgetvorstellungen das passende Paket auswählen. So teuer ist das auch gar nicht. Manchmal wird WordPress 1-Klick-Installation angeboten, bei mir hat das leider nicht fuktioniert (könnte meine Schuld gewesen sein), aber wäre natürlich optimal.

Tipp: Kauft die Domain erst, wenn ihr ein Theme gefunden habt (es sei denn, ihr habt Angst, dass sie jemand wegschnappt). So müsst ihr für diesen Zeitraum nicht bezahlen.

Theme

Das war bei mir wirklich der zeitaufwändigste Punkt, ich habe monatelang nach Themes gesucht. Angefangen habe ich bei den kostenlosen WordPress.org-Themes, die mir aber nicht wirklich zusagten (ich bin sehr, sehr anspruchsvoll gewesen). Erstellt dazu am besten eine Wunschliste, so behaltet ihr den Überblick.

Meine beinhaltete einen Slider auf der Startseite, Seiten ohne Sidebar (aber bei Blogposts bitte wieder mit Sidebar), möglichst schlichtes Layout mit großen Bildern, einen Instagram-Footer, responsives Design, eher seltene Verwendung (sorry, Rosemary Theme), kein Genesis Framework, die Social Media Icons, die ihr hier seht, ein horizontales Menü und und und.

Dann habe ich auf Websites wie Themeforest, etsy und bei kleineren Shops alles Passende durchgeschaut. Hier unbedingt die Sucheinstellungen nutzen, denn wir wollen ja auf der Suche nach einem Blog-Theme kein Portfolio-Layout angezeigt bekommen. Roundups und Artikel  auf Fachblogs stellen auch oft gute Optionen vor. Um auf einem Blog herauszufinden, welches WordPress-Theme verwendet wurde, kann man z.B. diese Anleitung befolgen.

Wenn euch ein Theme sehr zusagt, aber es ein paar Macken habt, schaut mal die anderen Entwürfe des Shops an. Vielleicht ist da was vom Stil Ähnliches dabei. Und fragt auch mal per Mail nach, ob man XY ändern kann, oft ist das gar nicht so schwer und man bekommt sein Theme mit ein bisschen CSS angepasst!

Blogumzug von Blogger zu WordPress selbermachen. Tipps und Infos.

Datenbank anlegen, Sicherheitsvorkehrungen treffen

Erstellt bei eurem Server eine Datenbank und dann haltet euch am besten an z.B. diese Anleitung. Bei Unklarheiten und Problemen fragt immer bei eurem Hoster an, die können vieles superschnell lösen, auch wenn man selbst dran verzweifelt. Oder wie gesagt probiert die 1-Klick-Installation! Im Nachhinein war auch dieser Punkt nicht so kompliziert wie erwartet, manchmal muss man einfach Hilfe zulassen. Die empfohlenen Sicherheitsvorkehrungen sollte man natürlich befolgen.

Den Blog einrichten

Habt ihr euch auf euer Domain in WordPress angemeldet? Glückwunsch, der schwierigste Schritt ist geschafft! Jetzt ist endlich der Zeitpunkt gekommen, das schöne Theme hochzuladen. Das war bei mir wirklich immer eine super Motivation, nicht einfach alles hinzuschmeißen!

Schaut alle Einstellungen durch, ändert nach Belieben z.B. die Link-URL und dann kommt der spaßigste Teil: Das Layout wird angepasst! Im Customizer lassen sich Farben, Aufbau der Seiten, Sidebars etc. auswählen. So kann man seinen Blog individuell gestalten und von der Masse abheben.

Überlegt euch, wie eure Startseite aussehen soll – Nur die Blogposts, lieber mit Slider, eine statische Seite? Sofern ihr sichergestellt habt, dass das mit eurem Theme möglich ist, steht der Gestaltungsfreiheit nichts im Wege! Stellt außerdem sicher, dass/ wo alle eure Seiten und Kategorien verlinkt sein sollen. Ich habe mir den groben Aufbau auf Papier vorgezeichnet und dann zusammengebaut.

Blogumzug von Blogger zu WordPress selbermachen. Tipps und Infos.

Blogumzug von Blogger

Alles vorbereitet für den Umzug? Dann dürfen eure alten Inhalte ins neue Zuhause übersiedeln. Sämtliche Beiträge, Fotos, Entwürfe und Kategorien werden importiert mit einem Plugin („Blogger-Importer“). Das dauert eineganze Weile, auch abhängig von der Anzahl der Beiträge, weshalb ein Blogumzug möglichst früh stattfinden sollte. Genaueres findet ihr hier. Um eine Umleitung einzurichten, habe ich das Plugin „Blogger 301 Redirect“ installiert. Der erstellte Code wird kopiert und der gesamte alte HTML-Code in Blogger durch diesen ersetzt. Das ist erst mal unheimlich, aber es funktioniert, keine Sorge! (Trotzdem empfehle ich vorher natürlich ein Backup.)

Bei Blogger ändert man noch unter Einstellungen die neue URL im Website-Feed ein, so zeigen Reader wie  Bloglovin, Feedburner etc. weiterhin eure neusten Beiträge.

Seiten kann man leider nicht umziehen, daher müssen diese neu erstellt werden.

Blogumzug von Blogger zu WordPress selbermachen. Tipps und Infos.

Fehler beheben: Bilder & Links

Vorschaubilder musste ich leider meistens neu auswählen oder ganz neu hochladen. Einige Fotos haben leider sehr an Qualität verloren, warum, weiß ich nicht. Aber um das zu ändern, bin ich jetzt auch zu faul.

In alten Blogbeiträgen sind logischerweise die internen Links noch auf die alte Domain ausgerichtet. Die hatte sich jetzt geändert, deshalb habe ich das Plugin „Better Search Replace“ installiert und so ganz einfach alte Links ersetzt.

SSL-Zertifikat

Das habe ich vor einigen Wochen wegen dieser blöden DSGVO umgesetzt, und war gar nicht kompliziert:

Ich habe einfach das Zertifikat bei meinem Hoster dazugebucht, und weil noch nicht alles komplett verschlüsselt war, einfach wieder nachgefragt. Wie sich herausgestellt hat, musste ich dann nur noch Header, Profilbild und Pin It-Button neu auswählen, da die noch auf http verlinkt waren. Das ging sehr schnell und einfach und ich war sehr froh, diesen Punkt abhaken zu können.

Weitere Plugins, die ich so benutze

Antispam Bee: Filtert Spam-Kommentare sehr gut!

Custom Posts Per Page: Hier habe ich eingestellt, dass aus ästhetischen Gründen ab Seite zwei mehr als die sieben Blogposts pro Seite angezeigt werden.

Genesis eNews Extended: Das war schon installiert und ermöglicht das E-Mail-Abonnement.

Hide My WP & iThemes Security: Empfehlenswerte Sicherheitsmaßnahmen.

Jetpack: Für Statistiken, die ich aber seit dem Umzug nicht mehr anschaue. Bloggen macht viel mehr Spaß, wenn man nicht darauf achtet, welche Posts wie viele Klicks bekommen!

jQuery Pin It Button for Images: Für den Pinterest-Button auf meinen Fotos. Kann man auch auf bestimmten Fotos und Seiten deaktivieren, sehr praktisch.

Kategorien zu Tags Konverter Importer: Mit diesem Plugin habe ich Reiseziele zu Tags gemacht.

Pinterest Verify: Um das Pinterest-Profil zu verifizieren.

Redirection: Ein paar wenige Umleitungen habe ich hiermit manuell regeln müssen.

UpdraftPlus – Backup/Restore: Macht und sendet regelmäßig Backups.

W3 Total Cache: Verringert die Ladezeit durch Zwischenspeichern der Fotos im Cache.

WF Cookie Consent: Für diesen überhaupt nicht nervigen Cookies-Banner. 🙂

WP GDPR Compliance: Für diesen überhaupt nicht nervigen Datenschutz-Hinweis beim Kommentarformular.

WP Instagram Widget: War ebenfalls schon installiert und erzeugt den Instagram-Footer.

Yoast SEO: Gibt mir SEO- und Lesbarkeits-Tipps beim Schreiben.

 

Wirklich mehr Infos kann ich euch leider nicht geben, einiges habe ich mittlerweile auch wieder vergessen. Aber da ich alles relativ einfach mit Google herausgefunden habe, kriegt ihr das erst Recht hin! Und bei Fragen einfach melden!

Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich mit WordPress anzufreunden (deshalb kommt dieser Beitrag auch erst jetzt) und ehrlich gesagt denke ich manchmal immer noch nicht an alles. Blogger war gerade zum Anfangen super einfach, aber in der gestalterischen Anpassung halt begrenzt und wenn dann mit recht viel HTML verbunden. Ich bereue den Schritt nicht, mein Blog macht mir viel mehr Spaß mit dem neuen Layout und der eigenen Domain!

An alle WordPress-Nutzer: Welche Plugins könnt ihr empfehlen? Hab ich was vergessen? Dann teilt bitte euer Wissen mit mir in den Kommentaren!

Und an alle, die bei Blogger oder einem anderen Anbieter sind: Erwägt ihr einen Blogumzug? Oder seid ihr zufrieden?

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