Ein guter Sommer

Eigentlich hatte ich einen möglichst ruhigen Sommer zu Hause erwartet und mir das auch ein bisschen gewünscht, irgendwie habe ihn dann aber doch mit recht vielen (überwiegend schönen) Sachen vollgepackt. Das war das Beste, was ich tun konnte, und machte den Sommer weitestgehend zu einem guten Sommer. Einem ziemlich guten sogar.

Ein guter Sommer | Tasteboykott Blog.

Ich habe viel geschafft, und ganz unverhofft viel mehr gesehen und erlebt, als ich ursprünglich geplant hatte. Für diese vielen Möglichkeiten bin ich dankbar. Hatte ein spannendes Praktikum, Urlaube, freie Tage, Zeit zu Hause, Ausflüge, habe Ausstellungen besucht, neue Menschen kennenlernen dürfen und andere endlich mal wiedergesehen. Habe buchstäblich Berge bestiegen und in zwei Meeren gebadet. Für vieles davon ist ja irgendwie immer viel zu wenig Zeit. Einige Pläne musste ich ändern, aber das ist ok. Es ist doch meistens genau richtig, seine Zeit so zu gestalten, wie man möchte.

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Nachdem ich diesen September leider recht unerwartet einen meiner liebsten Menschen für immer gehen lassen musste, wurde mir unfreiwillig einmal mehr gezeigt, was wirklich wichtig ist im Leben und was nicht. Und auf diese wichtigen Dinge möchte ich mich fokussieren, heute und auch sonst. Die letzten Wochen und Monate blieb nicht viel Zeit, um innezuhalten und zu reflektieren, das versuche ich gerade endlich ein bisschen nachzuholen. Deshalb kommt dieser Beitrag auch jetzt erst, wo der Sommer schon eine ganze Weile vorbei ist.

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Was ich dabei gelernt habe, auch wenn es banal klingt: Man muss sich das Leben selbst schön machen. Sonst macht es niemand. Und nicht darauf warten, dass es einem jemand schön macht. Das ist zu meinem neuen Mantra geworden.

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Ein paar Zweifel und Unsicherheiten haben sich immer wieder eingeschlichen, die gehören wahrscheinlich dazu. Manchmal bereue ich Dinge und frage mich, was ich anders hätte machen sollen. Aber auch damit werde ich hoffentlich irgendwann aufhören, vieles lässt sich ja in der Gegenwart und Zukunft umsetzen. Zum Glück hatte ich in letzter Zeit ein paar Anlässe, an denen ich überlegen konnte, was für ein Mensch ich sein möchte, denn mit etwas Abstand zum Alltag geht das ja irgendwie immer einfacher. Und erinnert mich daran, dass ich es eigentlich ziemlich gut erwischt habe.

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Wie ihr mit Sicherheit gemerkt hat, haben sich die Themen auf diesem Blog ein bisschen verschoben. Das liegt daran, dass ich das Gefühl hatte, nur einen minikleinen Ausschnitt aus meinem Leben und meinen Interessen zu zeigen, und es mir zu einem Bedürfnis wurde, die Themen zu erweitern. Vorher habe ich teilweise Dinge extra für den Blog getan, mittlerweile teile ich einfach vieles, was ich tue und was mein Leben ausmacht. Das geht auch zurück auf die oben genannte Differenzierung, womit ich mich wirklich beschäftigen möchte und wofür mir meine Zeit zu schade geworden ist. Mit dieser Entscheidung bin ich sehr zufrieden, auch sie zeigt mal wieder, dass Reflexion, Kreativität und Perspektivwechsel notwendig sind, um sich nicht selbst zu verlieren.

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Nachdem ich so viele Momente genießen durfte, freue mich jetzt voller Dankbarkeit über den Herbst! Der wird im Vergleich dazu beinahe langweilig. Aber genau dafür schätze ich ihn: Routinen, zu Hause sein, Neuanfänge.

Und noch eine kleine Erinnerung: Nur, weil ich euch erzähle, dass mein Leben gerade ziemlich gut ist, heißt das nicht, dass es eures nicht auch ist oder sein kann und sein wird. Macht es euch schön! xx

PS: Kommentare habe ich für diesen Beitrag deaktiviert, mir war gerade nicht danach. Danke trotzdem an alle, die mitlesen!