Ein Wochenende in Dresden

Gründe zu feiern gibt es genug. Und wenn es die Tatsache ist, dass Herbst ist. Auf Schachbrettfliesen, auf Gingkoblättern, auf Sonnenlicht. Dieses Wochenende mal in Dresden. Eine ganze Weile wollte ich wiederkommen und manchmal passt es dann einfach.
Auch wenn für vieles die Zeit nicht reichte, gab es doch ein bisschen Programm:

In der Neustadt auf der rechten Elbseite waren das vor allem der weltschönste Milchladen Pfund, die Kunsthofpassage, das Barockviertel und das Café Oswaldz (mit dem laut einer Kommilitonin besten Kaffee der Stadt).

Touristisch lässt sich bei Stadtführungen, in der Semperoper und Frauenkirche eine ganze Menge lernen, für Erläuterungen zudem im Gepäck: ein Dehio-Handbuch der Region um Dresden. Dehios lassen sich mit etwas Glück immer mal wieder antiquarisch relativ günstig finden, auch wenn dann vielleicht nicht alle Informationen auf dem neusten Stand sind.

Höhepunkt war wohl aber ein anderer: Seit Monaten habe ich in Richtung Johannes Vermeer. Vom Innehalten. in der Gemäldegalerie Alte Meister geschielt, natürlich waren Karten immer weit im Voraus ausgebucht. Glücklicherweise wird tatsächlich ein Tageskontingent morgens ab zehn Uhr vor Ort verkauft. Für sehr gute Chancen, noch eine abzukommen, muss man sich so ab neun draußen anstellen, das ist zwar kalt, aber es definitiv wert. Wenn ich mich nicht vertue, gibt es neben weiterer hochrangiger Malerei des sogenannten Goldenen Zeitalters der Niederlande immerhin acht Originale von Vermeer zu sehen, ein nicht unbedeutender Teil seines Gesamtwerks.
Mehr zur Briefleserin und ihrer Restauration ist hier zu finden. Und auch sonst kann man stunden- und tagelang in der Gemäldegalerie verbringen.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.