Gefäße / Form im Fokus: Krüge

Gefäße/ Form im Fokus: Krüge

Wenn ich mal eine These in den Raum stellen darf: Mach einen Henkel dran und schon bekommt ein Gefäß eine neue Spannung. Vielleicht begründet die damit entstehende Asymmetrie in ihrer Formgebung meine aktuelle Faszination mit Krügen, vielleicht liegt diese auch an anderen Faktoren. Ich bin nicht sicher, aber meiner Mama geht es ähnlich. Schon seit Jahrzehnten. Auch sie mag Krüge nicht zuletzt wegen deren Form sehr.

Fürs Foto habe ich ein paar unterschiedliche Exemplare zusammengestellt, alle individuell und dennoch auch ähnlich. Als Gruppe bzw. kleine Sammlung arrangiert, wirken sie nochmal anders als als Solitäre. Ihre Wirkung kann je nach Kontext zwischen traditionell und modern oszillieren. Natürlich spielen auch die Silhouette (mehr zur Etymologie des Begriffs habe ich erst neulich gelernt) und die Materialität der Oberfläche eine Rolle.

Wo wir gerade beim Thema sind, möchte ich noch auf die Gefäße von Magdalene Odundo verweisen, die letzten Monat im art-Magazin vorgestellt wurden. Sie sind handgearbeitet aus unglasiertem Ton und in meinen Augen eine unfassbar beeindruckende, dabei sehr reduzierte Fortführung von in ähnlicher Weise seit Jahrtausenden im Kunsthandwerk bestehenden Formen. Natürlich sind sie von einer gänzlich anderen Qualität als schnöde Alltagsobjekte, dennoch musste ich in Verbindung mit diesem Beitrag an sie denken.

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