Interior-Fotografie für Blogger – meine Tipps

Interior Fotografie für Blogger - meine Tipps. Styling, Dekofotos & Interieurfotografie einfach erklärt. Tasteboykott.

Vor ein paar Monaten gab es schon mal Tipps zur Bildbearbeitung von mir, aber viel wichtiger ist bei Deko-Bildern für den Blog und Instagram natürlich das, was davor kommt: die Aufnahme eines Fotos. Also Interior-Fotografie.

Vornweg: Ich bin kein Profi und habe alles einfach durch ausprobieren für mich festgestellt, das ist mein momentaner Kentnissstand, der sich immer weiterentwickelt (und hoffentlich verbessert) und vielleicht auch total falsch und unprofessionell ist. Bestimmte Dinge, wie beispielsweise das Kombinieren unterschiedlicher Belichtungen oder die Verwendung eines Tilt-und-Shift-Objektivs, kann und mache ich auch einfach nicht. Über eure Tipps würde ich mich im Gegenzug auch sehr freuen!

Meine Tipps: Interior-Fotografie für Blogger. Tasteboykott.

Meine Foto-Ausrüstung

Equipment ist der vielleicht unwichtigste Punkt, man kann schließlich auch mit dem Handy oder anderen Kameras tolle Fotos machen. Ich benutze meistens die Sony Alpha 58 mit einem Tamron 18-200mm Objektiv. Außerdem empfehlen bei Interieurfotografie kann ich ein Stativ (mehr dazu gleich), einen Fernauslöser und ein Faltreflektoren-Set.

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Kamera richtig einstellen

Ich gehe mal davon aus, dass jeder hier die Theorie hinter den Kameraeinstellungen beherscht bzw. nachlesen kann. Bei Interior-und Deko-Fotografie stelle ich den Weißabgleich immer benutzerdefiniert ein, wer in RAW fotografiert, muss sich darum aber ja keine Sorgen machen. ISO 100 ist bei mir ebenfalls Standard, um Bildrauschen zu vermeiden. Die Blendenöffnung ist so eine Sache, bei der ich mir auch nicht immer sicher bin. Zum einen kann bei kleineren Ausschnitten Schärfentiefe tolle Effekte erzeugen, zum anderen mag ich es lieber, wenn bei Aufnahmen von ganzen Räumen auch alles scharf ist. Einfach auprobieren.

Fotografiere ich frei aus der Hand, achte ich natürlich auch auf die Belichtungdauer, aber das bringt uns gleich schon zum nächsten Punkt:

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Verwende ein Stativ!

Mit Stativ ruht die Kamera, deshalb verwackelt das Bild nicht so stark und man kann ein niedrigeres ISO wählen. Außerdem ist ein Fernauslöser von Vorteil, oder man nimmt den 10 Sekunden-Timer, um die Kamera nicht direkt beim Auslösen zu berühren und Verwacklungen zu minimieren. Aber nicht nur die Stabilität ist ein Vorteil des Stativs, denn dadurch kann man auch viel besser und genauer…

Meine Tipps: Interior-Fotografie einfach gemacht für Blogger und Instagram. Tasteboykott.Meine Tipps: Interior-Fotografie einfach gemacht für Blogger und Instagram. Tasteboykott.

Den Bildausschnitt festlegen

Hier bitte ruhig perfektionistisch sein und Winkel, Abstand und Brennweite so gut wie möglich den Vorstellungen anpassen. Generell versuche ich, die Brennweite nicht zu klein zu wählen, weil sonst schnell Verzerrungen auftreten können. Andererseits geht dadurch natürlich viel Information über den Raum verloren, da muss man also immer abwägen. Details können toll sein in der Interior-Fotografie und die Persönlichkeit eines Zuhauses einfangen, aber ein größerer Einblick stillt die Neugier des Betrachters.

Blickwinkel, die ich gerne wähle: Exakt gerade auf die Szene, die horizontalen Linien sind also auch genau waagrecht. Oder eben recht stark schräg, sodass der Winkel bewusst gewählt aussieht. Meistens bin ich auf Augenhöhe mit dem Objekt, manchmal auch etwas über ihm, denn ein Aufblick von unten sieht oft komisch aus.

Meine Tipps für Interior-Fotografie: Schöne Dekofotos für Wohnblogger und Instagram einfach serlbermachen. Tasteboykott. Meine Tipps für Interior-Fotografie: Schöne Dekofotos für Wohnblogger und Instagram einfach serlbermachen. Tasteboykott.

Auf das Licht achten

Diffusor und Reflektor können hier helfen, das zu helle Licht zu filtern und dunklere Stellen aufzuhellen. Licht ist tricky beim Fotografieren, oft lohnt sich daher das Abdecken von zu starkem Licht und eine entsprechend längere Belichtung.
Wählt wenn möglich lieber einen bewölkten Tag ohne direkten Sonnenschein oder zumindest einen Raum/ Blickwinkel, bei dem keine Sonne reinscheint, sonst muss man wahrscheinlich ein bisschen tricksen und mit Photoshop nachhelfen.

Spiegelungen in Glasscheiben lassen sich übrigens durch einen schwarzen Diffusor oder etwas ähnlich Dunkles gegenüber minimieren. Manchmal muss man auch einfach bestimmte Lichtquellen (Fenster) abdunkeln.

Von Kunstlicht rate ich allerdings ab! Die Schatten sind viel zu stark und stören, der Weißabgleich versagt und es sieht einfach immer unnatürlich aus. Nutzt Tageslicht!

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Ordnung, Sauberkeit, Styling

Nicht unwichtig: Es empfiehlt sich, vor dem Fotografieren zu putzen, denn Staub und Flecken mag niemand sehen. Herumliegendes Zeug schiebe ich auch immer aus dem Blickfeld, denn das lenkt ab von den bewusst dekorierten und gestylten Ecken.

So, jetzt gehe ich endlich mal ein bisschen aufs Styling ein, auch wenn ich dazu mal einen eigenen Beitrag schreiben möchte:

Ich liebe es, das Foto in aller Ruhe komponieren zu können. Wenn die Kamera fest ist und Bildausschnitt und Licht bestimmt sind, lassen sich einzelne Dekostücke arrangieren und dann ein paar Zentimeter hin- und herrücken, bis es optimal aussieht. In der Regel stelle ich immer zusätzliche Props dazu, die eigentlich einen anderen Platz haben. Das sorgt für Persönlichkeit und Leben, aber natürlich sollte man es nicht übertreiben.

Auch wenn es in der Realität schön dekoriert ist, muss man vielleicht ein paar Sachen hin- und herschieben, damit es auf den Fotos besser aussieht.
Übung macht wohl auch hier den Meister und alles ist Geschmackssache!

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Komposition bei der Interior-Fotografie

Ganz kurz noch zur Komposition: Ich mag bei meinen Bildern immer etwas Negative Space, der das Auge zur Ruhe kommen lässt. Weißraum lässt die Deko erst richtig in den Vordergrund treten. Außerdem sehen Kontraste schön aus, also dunkle Gegenstände, die sich von einem hellen Hintergrund abheben oder andersrum. Aber das ist ja auch in der Realität so.

Bei Stillleben etwas in den Hintergrund zu stellen, kann Tiefe erzeugen. Dabei muss man manchmal Gegenstände, die als Gruppe erscheinen sollen, ein Stück auseinanderschieben, weil der Winkel sie verzerrt darstellt. Es soll auf dem Foto gut aussehen, nicht in der Wirklichkeit! Oft ist es auch nötig, Dinge an den vorderen Rand zu stellen, damit sie wirken wie mittig auf einem Tisch platziert. Perspektive ist gar nicht so einfach und ich muss mich selbst noch viel mehr damit befassen!

Die 2/3- Regel ist immer ein guter Richtwert, oder man positioniert den Blickpunkt zentriert, das schafft eine gute Balance. Wobei es auch spannend sein kann, genau das zu ignorieren und Neues auszuprobieren. Versucht, auch mal neue Perspektiven einzunehmen (Reminder an mich selbst)!

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Ein paar Behind the Scenes-Eindrücke

Just for fun zum Schluss gibt es ein paar Einblicke hinter die Kulissen meiner Deko- und Interior-Fotografie für vergangene Blogposts:

Interior-Fotografie Tipps und Behind the Scenes. Tasteboykott.Eine weiße Decke reflektiert das Licht ein bisschen und sorgt dafür, dass sich keine anderen Farben in der silbernen Leuchte spiegeln.

Interior-Fotografie Tipps und Behind the Scenes. Tasteboykott.Wenn der Diffusor zu klein wird: Gardine oder weißen Stoff aufhängen.

Interior-Fotografie Tipps und Behind the Scenes. Tasteboykott.Hier habe ich mir mein Set aufgebaut, alles Fake!

Interior-Fotografie Tipps und Behind the Scenes. Tasteboykott.Das meinte ich oben mit der Perspektive, „normal“ arrangiert sah es zu geballt aus.

Interior-Fotografie Tipps und Behind the Scenes. Tasteboykott.Diffusor und ich, eine Interior-Fotografie-Liebesgeschichte in zwei Bildern.

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