Gedanken zum Jahresanfang: Ordnung und Minimalismus

Ich liebe den Jahresanfang, denn er gibt einem Anlass, sich selbst neu zu definieren und wieder mal darüber nachzudenken, wer man ist und was man möchte. Ich stelle immer mehr fest, dass ich einen starken Hang zum Minimalismus habe, zu einem Stil mit wenig Kram, ohne ungeliebten Besitz. Und ich bin nicht der Einzige, Minimalismus ist zu einem riesigen Trend geworden. Das zeigt sich besonders jetzt, im Januar, wo die Motivation erfahrungsgemäß so hoch ist wie nie.

Seit letztem Sommer bis in den Herbst habe ich mich besonders intensiv mit dem Aussortieren befasst, ein neuer Lebensabschnitt machte eine radikale Inventur notwendig, bei der viel gehen durfte. Ich begann, mich freier zu fühlen, mobiler, flexibler. Im Ordnung halten bin ich prinzipiell gut. Genau wie auch im Nichts-Shoppen, wenige Ausnahmen mal außen vor, so kommt wenig Neues hinzu. Wird es doch zu viel, finde ich den Vorsatz einer Konsumruhe für eine bestimmte Zeit immer sehr hilfreich.

Neujahrsprojekt: Ausmisten

Den Januar nehme ich gerne zum Anlass, Schränke und Schubladen mal wieder gründlich durchzuschauen, um frisch zu starten. Ich möchte den Fokus lieber auf Qualität statt Quantität setzen.

Motivations-Tipp: Eine Viertelstunde einige Videos oder Artikel zum Thema Minimalismus und Aussortieren ansehen, ich empfehle z.B. diesen TED-Talk.
Ein paar Gedanken, die beim Aussortieren helfen können: Würde ich diesen Gegenstand nochmal kaufen? Würde ich ihn bei einem Umzug mitnehmen? Werde ich das in der nächsten Zeit reparieren (tut man meistens nämlich nicht)? Und natürlich: Macht mich das glücklich? Wenn nicht, dann weg damit! Setzt man sich ein Ziel, z.B. eine leere Schublade in der Kommode, später vielleicht die ganze Kommode, erleichtert man sich vieles und gewinnt neue Motivation. Auch digital lässt sich übrigens einiges aussortieren. Und jede Trennung von einem noch so kleinen Gegenstand ist schon ein Schritt in die richtige Richtung!

Zum einen fehlt dadurch langfristig zwar die Befriedigung beim Loslassen eines Teils, zum anderen fühlt es sich natürlich auch toll an, wenn man merkt, man macht Fortschritte.
Jetzt möchte ich mich langsam davon lösen, mir so viele Gedanken nur um Dinge zu machen und mich dafür langfristig mehr mit anderen Themen als meinem Besitz beschäftigen. Mit Erlebnissen natürlich, und zum Beispiel mit Kreativität statt Konsum. Denn ich kann mir gerade keine schönere Beschäftigung denken, als kreativ zu sein. Man erhält direkt ein Werk bzw. Resultat und damit so viel Befriedigung. Mal sehen, was da noch so kommt.

Was ist eure Einstellung zum Thema Ordnung – gerade jetzt am Jahresanfang? Spießig oder wohltuend?

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.